Mit neuem Buch auf Lesereise !
Pedro Holz stellt seine „Heimreise in die Fremde“ vor

Pedro Holz

Pedro Holz

Schon 2005 ist sein neuer Band mit Kurzgeschichten bei Ril editores in Santiago de Chile erschienen. Jetzt endlich liegt „Plan de viaje“ auch deutsch, bei der Informationsstelle Lateinamerika (ila) in Bonn vor, und damit ist Pedro Holz zugleich zum dritten Mal wieder auf Lesereise in Deutschland unterwegs, diesmal in rund zehn Städten.

Für viele Freundinnen und Freunde ist das ein Fest des Wiedersehens, denn Pedro Holz ist in Deutschland seit 1974 kein Unbekannter. Als Mitarbeiter der Regierung Allende von der Diktatur Pinochets verfolgt, mußte er bis 1989 mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen hier im Exil leben. Mit gutem Mut und starkem Engagement hat er diese aufgezwungene Zäsur seiner Biographie gestaltet – nicht nur für seine Familie und sich, sondern auch für die chilenische Opposition und den Widerstand gegen die Diktatur. Solidarität mit ihnen aufrechtzuerhalten war ein wesentlicher Bestandteil der fünfzehn Jahre. Aus dieser Zeit resultieren zahlreiche Kontakte und Freundschaften mit deutschen MitstreiterInnen, die sich bis heute mit den sozialpolitischen Entwicklungen Chiles und Pedro Holz und seiner Familie persönlich verbunden fühlen.

Doch auch, wer Pedro Holz erst bei seinen Lesungen in den Herbstmonaten 2002 oder 2003 kennen gelernt hat, wird sich auf die seltene Gelegenheit freuen, ihn wiederzusehen, neue Geschichten von ihm zu hören und darüber in ein Gespräch mit ihm zu geraten.
Wie die bisherigen, auch deutsch erschienenen Bände „Die kleine Welt des Herrn Kaiser“ und „Bilder die der Abend malte“ ist die „Heimreise in die Fremde“ ein Kaleidoskop von Erfahrungen, die mitten aus existenzieller Intensität kommen. Sie sind ernst, oft melancholisch, manchmal auch bitter-grotesk bis hin zum Surrealen, und lassen in dieser Weise wie auch in ihrer Lakonie niemanden in irgendeiner Beliebigkeit.

erschienen bei ila, Bonn, September 2007
erschienen bei ila, Bonn, September 2007

Die „Heimreise in die Fremde“ entreißt einen Jungen dem Land seiner Kindheit; Touristen kehren zum Essen in ein Restaurant ein. Ein Mann kommt aus dem Exil zurück, andere suchen nach den Spuren Stefan Zweigs und Julio Cortázars oder treten ihre letzte Reise an. Der Weg wird mal mit dem Bus oder Auto, mal mit dem Zug, Schiff oder Flugzeug zurückgelegt, doch oftmals erweist sich als das eigentliche Vehikel der Reise ein genaues Beobachten und Innehalten, eine Erinnerung oder ein Traum, das Oszillieren zwischen Polen, die wie Heimat und Fremde nicht immer konträr bleiben.

Wie in den bisherigen Kurzgeschichten zeigt sich Pedro Holz auch in seinen neuen als Meister der knappen Form. Mit wenigen Worten blendet er die Szene auf und fokussiert seine Akteure, denen er konzentriert und präzise eine Zeit lang folgt. Dabei entfalten scheinbar beiläufige Details eine Symbolkraft, die den Realismus der Erzählweise transzendiert und der Reise jedes Lesers durch diesen Band weite Räume öffnet.

Leseprobe: "Das Diktat"
Die Termine der Lesereise
"Heimreise in die Fremde" – Bestellmöglichkeit